Unser pädagogisches Verständnis - Freie Arbeit

Deswegen möchten wir "Freie Arbeit" als Methodenkonzept einen festen Platz im Unterricht der Grundschule und der 5. und 6. Klasse der Hauptschule einräumen.
Diesem Konzept kommt im Rahmen der Öffnung des Unterrichts besondere Bedeutung zu.
Freie Arbeit ist ein wesentliches "Strukturelement des rhythmisierten Unterrichtsvormittags, wobei die Selbständigkeit und Selbsttätigkeit der Schüler in besonderem Maße gefördert wird. Freie Arbeit ist kein eigenständiges Fach, sondern steht in einem ausgewogenen Verhältnis zu anderen Unterrichtsformen.
"Bei Freier Arbeit handelt es sich um ein Individualisierungskonzept, das (...) nicht nur den Selbstbestimmungsansprüchen verpflichtet ist, sondern auch der Einbettung in soziale Bezüge bedarf. Freie Arbeit zielt auf gemeinsames Tun und soziale Verantwortung (durch Einbeziehung der Lerngruppe), auf die Entwicklung von Selbständigkeit und effizienter Lernstrategien, auf Leistungsbereitschaft und Leistungsfreude und eine realistische Selbsteinschätzung sowie auf die Ausbildung und Weiterentwicklung von Interessen." (Vgl. Rahmenplan Grundschule S. 289).
In der Freiarbeit können die Schüler zu bestimmten Zeiten das Arbeitsthema, das Arbeitsmaterial, das Arbeitstempo und die Sozialform wählen.
Die Lehrerin oder der Lehrer haben die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung der Lernprozesse zu beraten, ihre Lernentwicklung zu unterstützen und über Selbst- oder Lernerfolgskontrollen den Schülern eine realistische Einschätzung ihrer Arbeitsergebnisse zu ermöglichen.
Am Ende des Arbeitsprozesses werden die Arbeitsergebnisse vorgestellt sowie in geeigneter Form dokumentiert und bewertet.
Freie Arbeit als Unterrichtsprinzip will - unter Einbeziehung der individuellen Lernvoraussetzungen- die Lernkompetenz der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich fördern.

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