Der Strukturwandel in Wirtschaft und Arbeitswelt, der soziale Wandel
sowie die veränderten Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen
sind sichtbare Zeichen elementarer Veränderungen in unserer Gesellschaft.
Sozialer Wandel und gesellschaftliche Umbrüche haben zur Pluralisierung
und Individualisierung der Lebensstile geführt und eine Vielfalt
unterschiedlicher Familienformen mit sich gebracht.
Die Veränderungsprozesse in einer sich wandelnden Gesellschaft
wirken sich auch auf die Institution Schule aus.
Die Wahrnehmung von Erziehungsaufgaben in Familie und Schule wird darüber
hinaus in einer von Medien und Konsumorientierung beeinflussten Welt
zunehmend schwieriger, weil traditionelle Wertorientierungen und Verhaltensmuster
oft in Frage gestellt bzw. den Kindern und Jugendlichen nicht mehr in
zureichendem Maße erfahrbar gemacht werden.
In einer von "Wertunsicherheit" geprägten Gesellschaft
und in Folge des schnellen Wechsels von Moden und Trends, nehmen Eltern
und Erziehungsberechtigte ihren Erziehungsauftrag in sehr unterschiedlicher
Weise wahr. Dementsprechend stehen in der Schule verstärkt erzieherische
Aufgaben und Ziele im Vordergrund.
Bei einer zukunftsorientierten schulischen Bildung und Erziehung müssen
daher Wissensvermittlung und Persönlichkeitsbildung sowie der Aufbau
von Lern- und Sozialkompetenz im Zusammenhang gesehen werden.
Will die Schule ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag gerecht werden,
muss sie den Schülerinnen und Schülern in diesem Sinne zeit-
und sachgemäße Lernmöglichkeiten erschließen.
Schule soll darüber hinaus "... in ihrem Inneren selbst ein
vielgestaltiges, anregendes und sinnerfülltes Leben entfalten,
das alle Kinder sozial einbezieht, sie aktiviert, bereichert und in
ihrem Vertrauen stärkt"
( Rahmenplan Grundschule Seite 27).
Im Mittelpunkt unseres Schulprogramms stehen daher nicht nur die Wissensvermittlung,
sondern auch die Entwicklung der Persönlichkeit unserer Schülerinnen
und Schüler.
Diese Intention umfasst der Leitgedanke unseres Schulprogramms:
"Schule mit Herz
-
Miteinander lernen - Miteinander leben
in der Schule".
Unser Schulprogramm gibt ausschnitthaft Einblick in unsere Arbeit und
will die Entwicklung unserer gemeinsamen Lernprozesse festhalten.
Unser Schulprogramm ist somit revisionsoffen angelegt und wird im Laufe
der Zeit immer wieder überarbeitet werden müssen.
In diesem Sinne spiegelt das Schulprogramm unseren gemeinsamen Weg der
Annäherung an unser Leitbild "Schule mit Herz - Miteinander
leben und lernen" wider.
Die aufgelisteten Handlungs- und Zielfelder sind für uns Orientierungspunkte
und gleichsam elementare Schritte auf dem Weg zur Umsetzung und Fortentwicklung
des Schulprogramms.
Sie zeigen einerseits, dass wir auf Handlungskonzepte, die sich in der
Schulpraxis bereits bewährt haben, nicht verzichten wollen (Beibehaltung
von Bewährtem).
Gleichwohl haben wir Zielperspektiven ("Visionen") im Blick,
die nur allmählich unter Berücksichtigung und Vollzug struktureller
und dynamischer Lern- und Veränderungsprozesse in unserer Schulgemeinde
umzusetzen sind.
Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden wir uns um die sukzessive
Umsetzung unseres Leitbildes bemühen. Im Sinne unserer Leitidee
blicken wir mit unseren Schülerinnen und Schülern beherzt
in die Zukunft und freuen.