Unser pädagogisches Verständnis - Öffnung von Schule und Unterricht

Die Lebensbedingungen und die gesellschaftlichen Verhältnisse unter denen Kinder und Jugendliche heute aufwachsen haben sich stark verändert. Auch die familiäre Lebenssituation vieler Schülerinnen und Schüler hat sich geändert. Beziehungskonflikte sind angesichts veränderter Lebensgewohnheiten nicht zu vermeiden. Der gesellschaftliche Wandel mit seinen positiven und negativen Auswirkungen geht auch an der Institution Schule nicht spurlos vorüber. Vielfach werden gesellschaftliche und familiäre Probleme in die Schule hineingetragen. Die Schule muss sich auf die veränderte Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen einstellen. Sie sollte zu einem lebendigen Lernort und Lebensraum werden, wo Schülerinnen und Schüler Erfahrungen sammeln, reflektieren, ihre Alltagsprobleme zur Sprache bringen und sich in einer sozialen Lerngemeinschaft eingebunden erleben können.

Öffnung von Schule und Unterricht

Im Mittelpunkt unseres Schulprogramms steht daher das Konzept einer möglichen Öffnung von Schule und Unterricht.
Es gibt viele Möglichkeiten, den Unterricht zu öffnen: Morgenkreis, Klassengesprächskreise, differenziertes Lernen und Üben im Förderunterricht, Einsatz unterschiedlicher Arbeits- und Sozialformen, Tages- und Wochenplanarbeit, Projektunterricht, Freie Arbeit bis hin zur direkten Begegnung mit Lerninhalten außerhalb der Schule.
Praktisch bedeutet dies, die von den Schülerinnen und Schülern gesammelten Erfahrungen als Lernanlässe im Unterricht aufzugreifen und zu reflektieren. Dadurch werden die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und das schulische Lernen wechselseitig aufeinander bezogen und in Beziehung gesetzt.
Auf diese Weise können den Schülerinnen und Schülern auch Zugangsmöglichkeiten zu Lerngegenständen des Alltags, der Natur oder auch zum Alltagsleben der Gemeinde eröffnet werden.
Soweit möglich wird im Unterricht handlungsbezogen und praxisorientiert gelernt, denn die Schülerinnen und Schüler können hierbei durch eigenes Tun Erkenntnisse gewinnen und des weiteren kommunikative und kooperative Arbeitsformen pflegen.
Oft führen solche handlungsorientierten Lernprozesse zu realen Lernprodukten, die man anschauen, dauerhaft vorzeigen oder auch ausstellen kann.
Das aktiv handelnde Lernen unter Einbeziehung möglichst vieler Sinne ist besonders geeignet, die Lernmotivation und Lernfreude der Schülerinnen und Schüler zu wecken.
Eine in diesem Sinne anregende Lernumwelt und Lernatmosphäre kann eine aktive Arbeitshaltung der Schülerinnen und Schüler fördern sowie neue Lernimpulse vermitteln.
Wir gehen davon aus, dass es uns im Laufe der Schulzeit gelingt, Schülerinnen und Schülern Entscheidungsfelder, wie die Auswahl von Lerninhalten, und -methoden, zu öffnen und eigene Lösungswege für Probleme zu ermöglichen. Gerade dieser Prozess zur Entwicklung von Selbständigkeit der Lernenden ist eines der schwierigsten Unterfangen, denen Schule sich stellen kann.
Um entsprechende Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler heranzubilden reichen die bisherigen Bemühungen an unserer Schule nicht aus.

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