Evaluation: Planungen und Berichte - Einführung in den Evaluationsplan

2.4 Erläuterung zur Übersicht

Die drei Ebenen der Entwicklung unserer Schule sind:

Pädagogische Entwicklung
Organisationsentwicklung
Personalentwicklung

Der besseren Übersicht wegen wurde die Kategorisierung des Berichts aus 2004 nach kurz-, mittel-, und langfristigen Zielen aufgegeben. Sie lässt sich in der Praxis über eine längere Zeit nicht mehr mit den tatsächlichen Entwicklungen abgleichen.
Stattdessen erhielten die einzelnen Bereiche Kennzeichnungen nach Anfangsbuchstaben der jeweiligen Thematik. Diese erlauben die Zielfelder ausgehend von der Übersicht (Kapitel 2), im Evaluationsplan (Kapitel 3), bei den Evaluationsberichten (Kapitel 4) und im Anhang aufzufinden.
Auch abgeschlossene Entwicklungsvorhaben( AB) wurden der Übersicht halber im Bericht belassen. Evaluationspläne, die nach Oktober 2004 aufgestellt und Berichte, die danach verfasst wurden, haben im Text den Vermerk: „ neu“.

Für die Ebene der 2.1. pädagogischen Entwicklung werden folgende Beiträge vorgelegt:

2.1.1 Vom konventionellen zum projektausgerichteten Unterricht

Eine ausführliche Dokumentation und Auswertung der Projektprüfung an unserer Schule (Zielfeld PU1) vom Januar Februar 2003, die dem Schulamt vorliegt, hat in ihren Grunderkenntnissen nach wie vor Gültigkeit. 2004 lag ein Evaluationsbericht (EVA-Bericht) zu „Projektfähige Unterrichtseinheiten“ (Zielfeld PU2) vor.
Im Schuljahr 2004-05 haben wir eine Auswertung der Ergebnisse der Projektprüfung vorgenommen und diese in Beziehung gesetzt zur Praxis projektausgerichteten Unterrichts an unserer Schule. Dazu finden sich ein Fragebogen und die damit erfassten Ergebnisse der Projektprüfung 2006 in der Anlage.
In Zusammenarbeit mit den Kitas und den Lampertheimer Grundschulen im Projekt „Technik, Teams, Talente - erkennen, fördern, Chancen bieten“ ist eine AG unserer Schule dabei eine „Forscherwerkstatt Grundschule“ einzurichten. Grundlage ist ein Beschluss der Gesamtkonferenz vom 23.01.07. Dazu wird zu gegebener Zeit ein Evaluations-Plan (EVA - Plan) erstellt. (PU4)

2.1.2 Medienkompetenz der SchülerInnen

Für die Maßnahme MKS2 „PC-Führerschein (7., 8., 9. Klasse, WPU, PC-Raum)“ gab es einen EVA-Bericht samt einer Version des PC-Führerscheins im Anhang. Bevor unserer Schule im Dezember 2005 eine neue Ausstattung von 17 PCs und Notebooks durch den Schulträger erhielt, hatten wir eine erneute Bestandsaufnahme des Ist –Zustandes des Unterrichts mit neuen Medien an unserer Grund- und Hauptschule vorgenommen. Dabei wurde gleichzeitig der mittelfristige Erfolg mehrer schulinterner PC-Workshops in 2003-04 ausgewertet. (Zielfeld MKL2, EVA-Bericht) Die Erkenntnisse daraus gingen ein in unser neues Medienkonzept (Zielfeld MKS3) für die Grundschule und die entsprechenden Evaluationspläne (MKS 3.1 bis 3.3) der Bausteine unseres Konzepts: Lernwerkstatt 6, Zehnfingertraining und Antolin Leseförderung. (vgl. dazu auch Punkt 3.3.1 Medienkompetenz Lehrkräfte)

2.1.3 Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern

2.1.3.1 kreative Pausengestaltung

Die Maßnahme (VAS SG1) „Schulhofausbau Alte Schule“ Klettergerüst ist mit EVA-Bericht abgeschlossen. Die „ Schulhofgestaltung (Neue Schule)“ (VAS SG2) wurde begonnen jedoch wegen neuer Entwicklungen noch nicht zu Ende geführt. Denn der neue „Sport- und Spielplatz“ (VAS SG3 EVA-Plan lag vor) ist, bis auf die Grünanlagen drum herum, fertig gestellt. Er soll möglichst bald in Betrieb genommen werden. Da die Einrichtung des neuen Sportfeldes nördlich der Turnhalle ein verbessertes Pausenangebot für die Hauptschüler ermöglicht, befasst sich eine zuständige AG derzeit mit der Frage, welche Alternativen bieten sich für die Grundschulkinder auf dem Schulhof selbst. Dieses Projekt ist erst neu angedacht und demzufolge noch kein neuer EVA-Plan erstellt.

2.1.3.2 Schulordnung

Zur Maßnahme (VAS SO2) „ Koordinierung pädagogischer Maßnahmen u. Ordnungsmaßnahmen (Kartei)“ gab es einen EVA-Bericht. Dieses Zielfeld entstand 2003 -04 auf Initiative junger Kolleginnen, trat in der Praxis aber in den Hintergrund. Bei der Evaluationskonferenz vom 27.11.06 wurde beschlossen es vorerst nicht weiter zu verfolgen. Andere Ansätze im Umgang mit verhaltensauffälligen SchülerInnen erscheinen momentan vorrangig.

2.1.3.3 Verhaltenstraining SchülerInnen

Der Bereich „ Rituale, Konzentrations- und Entspannungsübungen“ (VAS VS1) wurde bisher von Kollege K.H. Klein allein bearbeitet. Da seine Rückkehr in den Schuldienst in Frage steht, ist eine Weiterführung nicht wahrscheinlich. An diesem Beispiel zeigt sich: An einer kleinen Schule müssen viele Aufgaben auf Wenige verteilt werden. Für manch wünschenswertes Anliegen finden sich deswegen keine Mitstreiter. Vorhaben aber, die deswegen längerfristig nur einer allein anpacken kann, sollten eigentlich nicht ins Schulprogramm aufgenommen werden, da ihre Durchführung mit dem Engagement des Einzelnen steht und fällt.
Bei den Maßnahmen „ Mediationstraining - StreitschlichterInnen“ (VAS VS2) und „Einsatz von Streitschlichtern“ (VAS VS3) zeigt sich eine glücklichere Entwicklung. Sie wurden von Kollegen Klein initiiert und umgesetzt. Kollege Pollesche gesellte sich dazu, als er 2005 an unsere Schule kam. Entsprechend werden sie jetzt weiter geführt. Dazu sollte bald eine weitere Lehrkraft stoßen. Zu VAS VS3 gibt es einen neuen EVA-Bericht aus 2005-06. Für VAS VS2 hat der Kollege eine neue EVA-Planung 2007 erstellt.

2.1.4 Strategische Ziele 1&2 Lesekompetenz

Zum Bereich „Lesekompetenz GrundschülerInnen (STL 1) und Lesekompetenz HauptschülerInnen (STL 2) wurde am 07.02.07 ein Studientag unserer Schule durchgeführt und die Grundlage entsprechender Schulkonzepte erarbeitet, die bekanntlich Bestandteil des Schulprogramms sein sollen. Diese müssen nicht nur erstellt sondern auch umgesetzt werden. Sie treten bei gleich bleibender Personaldecke automatisch in Konkurrenz zu schulintern als richtig erkannten Zielsetzungen (vgl. z.B. EVA-Bericht PU3, Schlussfolgerungen und Konsequenzen). Dies ist aus unserer Sicht ein Dilemma, aus dem auch Beiträge zur Selbstverantwortlichen Schule am 03.03.07 –wie etwa der von Professor Dubs- keinen Ausweg aufzeigen.
Zumal es für das strategische Ziel 2 zusätzlich Leistungsvereinbarungen zwischen Staatlichem Schulamt und Schulen gibt, die im Detail festlegen, welche Zielsetzungen die Schulen im Umgang mit der so genannten Risikogruppe zu verfolgen haben. Jedenfalls haben wir unsere im zugehörigen EVA – Plan (STL2) genannten Maßnahmen entsprechend ausgerichtet.
Ein Förderkonzept Lesen für die Grundschule ist ebenfalls in Arbeit. Nach Fertigstellung wird dazu ebenfalls ein EVA –Plan (STL1) erstellt. (vgl. Bericht der AG im Anhang 09)

2.1.5 Förderung der Lese – und Rechtschreibleistung

Der Eva - Plan zur Maßnahme LRS1 zielt ab auf eine zielgenauere LRS –Förderung an unserer Schule.


Für die Ebene der 3.2. Organisationsentwicklung sind folgend die Schwerpunkte aufgeführt:

2.2.1 Teamfähigkeit Kollegium

Seit dem Schuljahr 2003-04 wird die Arbeit der wöchentlichen Hauptschulkoordination (Hako) am Schuljahresende evaluiert. Entsprechend liegen nach 2004 zwei neue EVA – Berichte (TK1) vor. Dazu befinden sich Übersichten der thematischen Schwerpunkte der Hako sowie Bögen zur Selbsteinschätzung dieser Arbeit durch die KollegInnen in der Anlage.
Der Bereich „Zusammenarbeit Alte Schule-Neue Schule“ war 2004 als eigenes Zielfeld aufgeführt. Dazu liegt inzwischen ein EVA- Bericht (TK3) vor. Laut Beschluss der EVA –Konferenz vom 27.11.07 fällt dieser Bereich künftig weg und wird in Zielfeld Koordination Grundschule (GRUKO) (TK2) integriert. Dazu liegt ein EVA-Plan aus 2007 vor.

2.2.2 Systematisierung Zusammenarbeit Schule – Eltern

Personeller Wechsel im Bereich der Elternvertretung wird derzeit von der Schulleitung genutzt zur Neubestimmung der Zusammenarbeit mit dem Schulelternbeirat. Vielfältige Entwicklungsvorhaben, wie in diesem Bericht dargestellt, lassen derzeit keine zusätzlichen Ressourcen frei für eine systematische Evaluation, mit der Elternarbeit über den funktionierenden Alltag hinaus systematisch ausgewertet und fortentwickelt werden kann.


Folgende Beiträge erfassen die Ebene der 2.3 Personalentwicklung an unserer Schule:

Der Bereich Personalentwicklung wurde durch die Verpflichtung der Schulen zur Planung der Fortbildung und deren Integration ins Schulprogramm akzentuiert. Im Schuljahr 2005- 06 waren Steuergruppe bzw. Kollegium fast ausschließlich mit der Erstellung von Fortbildungsplänen und deren Umsetzung beschäftigt. So dass sonstige Gesichtspunkte des Schulprogramms nur im Hintergrund wahrgenommen werden konnten. (Vgl. Anhang 11 u.12: Fortbildungsplan und Bericht an Schulamt BOW)

2.3.1 Medienkompetenz Lehrkräfte

Für 2003-04 war der Ist - Stand von Medieneinsatz und Medienkompetenz der KollegInnen mit Hilfe eines ausführlichen Fragebogens evaluiert worden. Nach einer weiteren Befragung 2005-06 konnte entsprechend Fortentwicklung im EVA – Bericht zu MLK2 analysiert werden. Dieser /Zeitpunkt erschien insofern günstig, als kurz darauf unserer Schule mit neuen Geräten und einem Schulnetz ausgestattet wurde. Somit liegen Vergleichsdaten für später vor. Leicht veränderter Fragebogen und Auswertungsunterlagen sind Bestandteil des Anhangs (Anhang 04 u.05). Unser neues Medienkonzept Grundschule MKS 3 wurde u. a. anhand der Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen der Umfrage erstellt. Im EVA – Plan MKL3 ist das Fortbildungskonzept für den Medienbereich dargestellt. EVA -Kurzberichte zu den bereits durchgeführten Veranstaltungen in diesem Schuljahr gibt es unter MKL 3.1, 3.2 und 3.3. Diese wurden auf der Basis der für das IQ sowieso durchzuführenden Auswertung vorgenommen.

2.3.2 Kompetenz im Umgang mit verhaltensauffälligen SchülerInnen

Die Maßnahmen (vgl. VAS KL1 EVA-Plan) wie sie während eines Pädagogischen Tages im Rahmen der Ausarbeitung unseres Schulprogramms von AGs festgelegt wurden, waren Gegenstand des letzten EVA - Planes
Bei der Auswertung der Arbeit der HAKO (vgl.: TK1 EVA –Bericht 04 -05) wurde deutlich, dass eine Fortführung von Pädagogischen Tagen nicht zu nachhaltigem Kompetenzzuwachs der KollegInnen im Umgang mit immer wieder auffälligen SchülerInnen führen würde. Außerdem konnten Probleme letztlich durch Befassung in den wöchentlichen Sitzungen nicht fundiert gelöst werden. Daraus ergab sich die Entscheidung für eine feste Supervisionsgruppe aus KollegInnen unserer Schule. (vgl. EVA-Plan VAS KL2)
Kollege Pollesche qualifizierte sich in den beiden letzten Schuljahren weiter beim Basis – und Aufbaukurs „Mediation“ Ziel: Mediator. Dies bildet einen zweiten Schwerpunkt der Personalentwicklung im diesem Zielbereich. (vgl.: VAS VS3 EVA- Plan bzw. VAS KL3) Weitergabe an KollegInnen ist schulintern für das kommende Schuljahr vorgesehen.
Beratung in der Schule (BIS) durch die Erziehungsberatungsstelle Lampertheim erfolgt an unserer Schule seit Beginn dieses Schuljahres und bildet perspektivisch ein zu evaluierendes Zielfeld für kommendes Schuljahr. (VAS KL4)

2.3.3 fachliche und überfachliche Fortbildung

Abgesehen von den unter 2.3.1 und 2.3.2 aufgeführten Schwerpunkten führt vor allem fachfremder Einsatz zu Fortbildungsbedarf in Musik, Mathematik und Kunst. Dem entsprachen wir im Fortbildungsplan (vgl. Anlage 12).
Eine Kollegin qualifiziert sich längerfristig im Bereich kulturelle Praxis –Theater dazu gibt es einen EVA –Plan unter FÜF 1
Eine innerschulische Fortbildung in Musik und zwei in Kunst wurden in 2006 durchgeführt und gemäß IQ Vorgaben ausgewertet. (vgl. EVA –Bericht FÜF 3)
Der Studientag zur Thematik Lesekompetenz in GS und HS wurde ebenfalls gemäß IQ Fragebogen bewertet. (FÜF 4/5)
Die Zielfelder FÜF 2/3/6 werden voraussichtlich Bestandteil des Fortbildungsplans 2007-08 werden.

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